Mathegami = Mathematik + Origami

Unterrichtserfahrungen

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Origami im Mathematikunterricht vom 01.04.2011

Nachdem ich die Zusage für ein Ganztagsprojekt in Mathematik an der Mittelschule in Eppendorf bekommen habe, konnte ich Schülern der Klassenstufe 9 weiterführende Dinge, die nicht im Lehrplan standen, nahebringen. Somit bekam ich die Chance eine Stunde in der Klasse über Origami und Mathematik zu halten. Die Lehrerin war sehr begeistert, da sie dies noch nicht gehört habe. „Was soll Papierfalten mit Mathe zu tun haben“, lautete es. Jedoch habe ich lange Zuhause gesessen und überlegt, was ich mit den Schülern machen kann, damit sie sowohl falten als auch etwas berechnen können und dies in einem angemessenen Schwierigkeitsgrad. Ich entschied mich schließlich für den Kolumbuswürfel. Mein Ziel war es den Würfel zu basteln und das dazugehörige Volumen, mit Vorgabe der Kantenlänge zu berechnen. Dies willigte die Lehrerin ein und mein Vorhaben konnte dann am 1.4.11 in die Tat umgesetzt werden. Die Klasse bestand aus 19 Schülern die sehr motiviert und wissbegierig waren. Das Falten des Kolumbuswürfels lief problemlos über die Bühne. Es arbeiteten immer zwei Schüler zusammen und die Lehrerin und ich gingen dann durch die Klasse und bauten die Würfel dann zusammen. (Ich hatte ihr vorher gezeigt wie alles geht) Dies machte den Schülern eine große Freude und sie waren begeistert, dass man aus sechs quadratischen Blättern, so etwas falten kann. Jedoch sah ich auch Schüler die aufgrund schlechter Faltungen ihre Module zusammenkleben mussten. Das war aber die Ausnahme, sodass am Ende alle einen fertigen Würfel in der Hand hielten. Nun stand der schwierigere Teil noch vor uns, das Ausrechnen des Volumens des Körpers. Durch viele Skizzen und Erklärungen bekamen es ca. 5 Schüler hin den Ansatz für das Problem zu finden. Die anderen verstanden es nicht und ich sah in ratlose Gesichter. Ich versuchte dann über Interaktion mit den Schülern einen gemeinsamen Weg zu finden und rechnete alles an der Tafel Schritt für Schritt vor. Abschließend ist zu sagen, dass das Projekt Origami im Mathematikunterricht sehr erfolgreich war und den Schülern viel Spaß gemacht hat. Für meine Begriffe sollte dies auch als Methode im Unterricht angewendet werden, um die Schüler zu motivieren und zu zeigen, dass Mathematik nicht nur Rechnen ist.
Robin Menzel 10.04.2011 um 21:43 Uhr

Mathegami in der siebten Klasse vom 22.04.2013

Im Wintersemester 2012/2013 war ich am Christlichen Gymnasium in Jena eingesetzt. Aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen den Lehrern und mir ergab sich die Möglichkeit Mathegami im eigenen Matheunterricht zu erproben. Ich unterrichtete in zwei siebten Klassen das Themengebiet Geometrie. Dabei wählte ich diese Jahrgangsstufe aus mehreren Gründen: Zum Einen weil das Themengebiet Geometrie im Lehrplan der Klassenstufen 7/8 gute praktische Realisierungsmöglichkeiten für die Anwendung von Mathegami bietet und zum Anderen weil die Schülerinnen und Schüler ein gutes Alter für die Durchführung dieser Methode haben. Die Schülerinnenund Schüler sind zwischen 12 und 13 Jahren alt und verfügen über ausreichende motorische Fähigkeiten. Sie besitzen ansatzweise die innere Ruhe und Geduld um auch etwas schwierigere Faltungen durchführen zu können. Dazu kommt auch, dass sie in dem Alter noch so verspielt sind, dass Papierfalten einen sicheren Anstieg der Schülermotivation hervorruft. Weiter in der PDF.
Tina Neumerkel 22.04.2013 um 9:15 Uhr

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